Jensen empfiehlt (1)

Ja, Schreiben ist meine Leidenschaft, und ich verbringe viel Zeit mit der Ideensammlung, dem Plotten, Ent- (und Ver-)werfen oder Überarbeiten. Und manches Mal ist Leidenschaft dann wirklich das, was Leiden schafft 😢.

Da man aber nicht immer nur leiden kann 😎, habe ich mich entschieden, in der Rubrik „Jensen empfiehlt“ in loser Reihenfolge ein bisschen über das zu plaudern, was mir gefällt. Bücher und mehr …

Also, lasst die Spiele beginnen!

Heute spreche (schreibe) ich über:

„Waldmann“ von Thomas Ziebula

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung

Das sagen andere

Sklavenhandel im 21.Jahrhundert. Wenn der Mensch zur Ware wird …
Spannungsliteratur auf hohem Niveau mit einer brisanten zeitnahen Geschichte, die in die Tiefe geht. “ Waldmann – Flucht in den Tod “ ist der Start einer neuen Krimireihe von Thomas Ziebula, einem Autor, der das Krimimilieu beherrscht, durch hervorragende Recherche- Arbeit überzeugt und brisante gesellschaftsrelevante Themen anpackt.
Cornelia B., Five-Stars-Review

Hochaktueller Pageturner, spannend und klug – ein Krimi auf höchstem Niveau […] Thomas Ziebula hat einmal mehr einen hochspannenden Kriminalroman mit Tiefgang und menschlichem Anspruch geschrieben. 
Otto F., Five-Stars-Review

Einfach der beste Krimi den ich seit langem gelesen habe […] Fünf Sterne für die tollen Charaktere, fünf Sterne für die Story, , fünf Sterne für den Stil, fünf Sterne dafür, wie großartig die Story recherchiert ist … […] Ich kann nur sagen, dass ich selten so in einen Krimi eintauchen konnte, denn die Aktualität in Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und mafiaartigen Strukturen in Deutschland, bestimmen leider seit Jahren unsere Nachrichten.
Celia K., Five-Stars-Review

 

Das sage ich

Gleich vorweg, es geht heftig zur Sache in „Waldmann“. Was scheinbar als laues Lüftchen beginnt, wird schnell zum Orkan. Und so etwas muss man als Leser:in aushalten können (und wollen):

Kommissar Johannes Waldmann ermittelt in einem Mordfall, dessen Spuren ihn zu einem Menschenhändlerring führen, der osteuropäische Frauen wie Ware behandelt. Dabei helfen ihm die Journalistin Pia und die rätselhafte Susanna, die Kontakte zu verschleppten und misshandelten Frauen hat. Im Milieu von Zwangsprostitution und Ausbeutung muss Waldmann erkennen, dass die Hinterleute in einem weltweiten Netzwerk agieren, das von Nigeria aus gesteuert wird und in Krisengebieten wie der Ukraine die Hoffnung von Menschen für seine widerlichen Zwecke ausnutzt.
Wer als Leser:in zu diesem Roman greift, weil sie/er einen klassischen Krimi, gar mit kuscheligen Elementen sucht, wird schnell erkennen, dass Ziebula sich ganz bewusst über die Stilregeln des Genres hinwegsetzt. Erwartungen an eine Rätselstruktur des Plots mit Twists, falschen Fährten und Cliffhangern werden nicht ganz erfüllt. Stattdessen liegt das Augenmerk auf den Figuren, die klar und empathisch (nicht immer sympathisch) gezeichnet werden. Und im Vordergrund steht eindeutig der (fast schon politisch zu nennende) Wille des Autors, die genannten Missstände zum Thema zu machen. Glücklicherweise gelingt ihm dies, ohne dass man als Leser:in das Gefühl bekommt, belehrt zu werden.
Kommissar Johannes Waldmann geht den Fall mit einer gehörigen Portion Betroffenheit an. Ähnlich wie in der Psychotherapie ist aber das Betroffensein in der Kriminalistik keine gute Voraussetzung für «sauberes» Arbeiten. Manche Leser:innen werden vielleicht bemängeln, dass man einen Kerl wie Waldmann doch gar nicht mehr hinter den Schreibtisch lassen sollte. Aber, Hand aufs Herz, wie viele kaputte Typen sind auch in der Realität völlig fehl an ihrem Platz? Dabei ist Waldmann auf sympathisch andere Art kaputt. Er ist kein stereotyper Säufer, der in Selbstmitleid und Alkohol ertrinkt und auch kein genialer, exzentrischer Ermittler (den die Normalos in seiner Umgebung nur nicht verstehen). Er ist nur jemand, der mit dem seelischen Schaden umgehen muss, den der Verlust eines Menschen in ihm hinterlassen hat.
Ziebula ist ein unbequemer Autor. Diese Eigenschaft stellt er mit seinem neuen Roman «Waldmann» einmal mehr unter Beweis. Er ist ein Autor, der uns Leser gern allein lässt, nachdem er ein paar entscheidende Fragen gestellt hat. Es sind die Fragen nach dem Respekt vor dem Leben, nach der Menschenwürde und dem Recht auf Glück. Die Antworten müssen wir selbst finden. Und das ist gut so. Von mir Fünf Sterne ✨✨✨✨✨

Jensen empfiehlt (1)
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